5 Tipps um Erlerntes nicht zu vergessen

5 Tipps um Erlerntes nicht zu vergessen

Direkt nach dem Lernen vergessen wir das meiste wieder. Nach z.B. einer Stunde haben wir ca. 50% des kürzlich Erlernten bereits wieder vergessen. Nach neun Stunden sind es etwa 60 % und nach einem Monat 80 %. Das heißt also, dass wir direkt nach dem Lernen am schnellsten vergessen und mit der Zeit nimmt unsere Vergessensrate allmählich ab. Wir vergessen also nicht alles Gelernte wieder, aber doch sehr viel in sehr kurzer Zeit.

Dass wir viele Dinge schnell vergessen, ist jedoch normal und auch kein Wunder. Denn unser Gehirn ist keine Maschine und kann nur eine bestimmte Menge an Informationen auf einmal verarbeiten und richtig abspeichern. Dies braucht Zeit.

Überfordern wir unser Gehirn mit zu vielen Informationen auf einmal, ist es nicht mehr in der Lage, alle Informationen zu sichern. Man nennt dies Kübeltheorie. Nach dieser Theorie funktioniert unser Gehirn wie ein Mülleimer.

Deckel auf Wissen rein – Deckel zu!

Macht man dies in kurzer Zeit sehr häufig, ist der Eimer (unser Gehirn) randvoll. Was macht man mit einem randvollen Mülleimer? Richtig man komprimiert. In dem man von oben Druck auf den Inhalt ausübt und somit wieder Platz schafft. Macht man dies zu oft, gibt irgendwann der Boden nach und der Inhalt quillt unten wieder heraus. Ähnlich funktioniert das Prinzip in unserem Gehrin. Wenn wir es mit zuvielen Informationen überfrachten, geht dabei einiges sofort und kurze Zeit später wieder verloren (ca. 50%).

Wir zeigen hier 5 einfach Tipps auf, um das Erlernte nicht wieder zu vergessen.

Tipp 1 – Wiederholen

Lassen wir zuviel Zeit zwischen Lernen und Anwenden, sind viele Inhalte wieder vergessen und wir müssen von Neuem beginnen. Hierbei hilft es uns, dass Gelernte zügig zu wiederholen, um das Vergessen zu stoppen. Zum Beispiel kann man seine Aufzeichnungen noch an dem Tag durchlesen, an dem man diese gelernt hat. Je öfter wir solche Lernschleifen drehen um so mehr können wir Erlerntes im Kopf behalten – umso größer werden die Zeitabstände, bevor wir es wieder vergessen.

Tipp 2 – Sinnvolle Inhalte

Neben der Zeit hat allerdings auch der Lernstoff selbst erheblichen Einfluss darauf, wie schnell wir gelernte Inhalte wieder vergessen. Alles was unser Gehirn als sinnlos bzw. unverständlich deklariert, schmießt es sofort wieder über Board, da es als irrelevant eingestuft wird. Verständliche sowie kontextbezoge Prinzipien hingegen können leicht gemerkt werden und es braucht nur wenige Wiederholungen, um sie zu verinnerlichen. Kurz gesagt, sobald Erlerntes mit vorhandem Ereignissen verknüpfen werden kann, geht lernen einfacher.

Tipp 3 – Motivation

Hat man für ein Thema Interesse, dann kann man sich die neue Inhalte schnell merken, gegebenenfalls sogar ohne eine einzige Wiederholung. Die sogennate intrinsische Motivation, als die Selbst-Motivation von innen heraus, unterstützt das Lernen. Es ist also wichtig sich mit dem Lerninhalten zu beschäftigen. Warum lerne ich das? Was habe ich davon? Wofür ist das wichtig?

Tipp 4 – kurze Lerneinheiten und passende Methoden

Unser Tipp: Kleine kurze Lerneinheiten statt stundenlanges Pauken. 20 bis 30 Minuten pro Tag lernen, als an einem Tag 5 Stunden. Das ist sinnvoll weil, die automatische Wiederholungsphasen ins Lernen integriert werden. Genau diese fehlen nämlich, wenn an einem Tag viele Stunden gelernt wird.

Ebenfalls positiv – durch kleine Lernnuggets geben wir unseren Gehirn die Möglichkeit, dass neu Gelernte auch wirklich abzuspeichern.

Neben kurzen Lerneinheiten unterstützen natürlich auch richtige Methode dabei, Lerninhalte leichter begreifbar zu machen. Zum Beispiel kann man mit Mindmaps arbeiten. Durch den Einsatz von visuellen und Textelementen vereint auf einem Blatt gewinnen wir schnell einen Überblick und prägen uns Inhalte besser ein.

Oder man kann auch vernetzt statt linear lernen. Lineares Lernen funktioniert wie ein Kasettenrecorder. Kasette rein, Aufnahme drücken, Kasette voll, zurückspulen, wieder anhören. Das selbe geschieht im Gehirn – so haben viele von uns Vokabeln gelernt. Statt dessen kann man vernetzt lernen, z.B. kann man die Lerninhalte in eine Geschichte packen. Durch die Geschichte hat unser Gehirn viel mehr Zugriffspunkte auf die Lerninhalte und es fällt uns leichter auf Wissen zurückzugreifen.

Tipp 5 – Multisensorisch Lernen

Eine super Möglichkeit es unserem Gehirn leichter zu machen und das Vergessen beim Lernen zu stoppen, ist mit allen Sinnen zu lernen und somit das ganzes Gehirn zu aktivieren.

Im Grunde ganz einfach – Die Lerninhalte werden nicht nur durchgelesen, sondern, man:

  • liest sie
  • sprichst sie laut vor
  • hört sich selbst zu
  • geht dabei im Raum umher (bewegt sich)
  • verbindet sie mit persönlichen Erlebnissen (Gefühle)
  • kann beim lernen etwas leckeres drinken oder essen

Je mehr Informationen wir unserem Gehirn beim Lernen geben, desto mehr Bereiche werden aktiviert. Diese Bereiche verknüpfen sich miteinander – kognitives Lernen – und wir schaffen auch hier mehrere Bezugspunkte für unser Gehirn.

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